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Sanfte Instandsetzung von Rabitzdecken 2

Sanfte Instandsetzung von Rabitzdecken 2

Propagiert als „neue Bauweise“, fand die Ausführung von abgehängten Rabitzdecken eine große bautechnische Akzeptanz und Verbreitung. Speziell in repräsentativen Räumen und Öffentlichen Gebäuden kamen sie zum Einsatz und sind uns bis heute in Opern- und Theaterhäusern, Kirchen, Museen, Restaurants und Schwimmbädern erhalten geblieben. Hierbei waren die flexible und freie Gestaltung der Deckenuntersicht, das geringe Eigengewicht und der Feuerwiderstand von bautechnischer Bedeutung. Als Schöpfer der Drahtputzdecke gilt der Mauermeister, Bautechniker und Hofbaumeister Johann Christoph Carl Rabitz (1823-1891). Seine neue Erfindung stellte er am 27. Mai 1879 in einem Experiment in seinem Garten in Berlin den verantwortlichen Kommissionen vor.
 

Aufbau von Rabitzdecken nach DIN 4121
Die DIN 4121 beschreibt die hängende Drahtputzdecke als ebene oder gewölbte Decke ohne wesentliche Tragfähigkeit, die an tragende Bauteile aufgehängt wird. Die Decken bestehen aus den Abhängern, Gerippe (Längsund Querträger), Putzträger und dem Deckenputz. Es sind mindestens drei Abhänger aus Rundstahl mit mindestens 5 Millimeter Durchmesser pro Quadratmeter vorzusehen.

Bereits mit dieser Norm wird deutlich: Die Sicherheit einer Rabitzdecke hängt ganz erheblich von den Abhängern und der Ausführung ab.

 

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Quellenangabe: Restaurator im Handwerk | Die Fachzeitschrift für Restaurierungspraxis | Herausgeber: Bundesvereinigung Restaurator im Handwerk e.V. | ISSN 1869-7119

 

Mehr zum Thema: Sanfte Sicherung von Rabitzdecken 1 | Aus unseren News vom 30.01.2015

Michael Burz

Dipl.-Ing. (FH) | Geschäftsführer
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